Lampenfieber: Sei mutig und rocke die Bühne!

Dich quält Lampenfieber vor einem Auftritt? In diesem Beitrag erhältst du Tipps gegen die Nervosität.

Zittern, Herzklopfen, Nervenflattern

Vorträge halten, Seminare geben, im Fernsehen auftreten: So wirst du als absolute Expertin auf deinem Gebiet wahrgenommen. Viele Frauen wissen das, und doch fehlt häufig das Quäntchen Mut, auf die Bühne zu gehen.

Schon beim Elevator-Pitch in einer Netzwerkrunde steigt dein Adrenalin und am liebsten würdest du aus dem Raum flüchten? Keine Sorge, dieses Lampenfieber-Gefühl kennt fast jeder, und du bist damit nicht alleine.

Herzrasen, schwitzige Hände, rote Flecken, Stimmversagen oder wacklige Knie sind typische Symptome im Vorfeld jeglicher Rede-Situationen vor mehreren Menschen. In diesem Beitrag erfährst du, wie du dein Lampenfieber in den Griff bekommst.

Anzeichen von Lampenfieber tauchen nicht nur beim Netzwerken auf, sondern auch vor einem Vortrag oder einer Rede auf. Der Körper zeigt an, dass er Stress hat. Und der Stress kommt vor allem von der Angst vor Ablehnung. Von dem Gefühl, sich blamieren zu können – vor den Augen aller.

Kurz vorm Vortrag kommen Gedanken hoch wie „Ich bin nicht gut genug“ oder „Was habe ich denn schon zu sagen?“. Auch beliebt: „Ich brauche noch mehr Wissen und Zertifikate, erst dann bin ich die Richtige für die Bühne“ oder „Hoffentlich bin ich dem Publikum nicht zu langweilig.“ Typische Glaubenssätze!

Die gute Nachricht ist: Es geht wirklich fast jedem so! Und durch Übung wird es immer leichter. Und zudem darfst du dir bewusst machen: Je früher du anfängst, desto schneller hast du die Auftrittshürden überwunden. Und dann kannst du Erfolge feiern – nicht nur, weil du Applaus bekommst, sondern auch in Form neuer Kontakte und Aufträge.

Suche dir die passende Bühne!

Gemeinsam mit einem Sparringspartner fällt der Auftritt leichter.
Lampenfieber: Gemeinsam mit einem Sparringspartner fällt der Auftritt leichter. © pexels

Wären da nicht die eigenen Stimmen im Kopf, dann wäre es doch ganz einfach, sich Bühnen zu suchen. Es gibt unendlich viele Chancen und Möglichkeiten, das Sprechen vor Gruppen zu trainieren. Und bewährt hat sich, mit kleinen Gruppen zu beginnen und die Zahl der Teilnehmer sukzessive zu steigern.

Zum Beispiel kannst du einen Kurzvortrag beim Netzwerkabend halten, einen Impuls beim Business-Frühstück geben. Auch vor Freunden und Bekannten oder der eigenen Mastermind-Gruppe kannst du sprechen. Oder wie wäre es mit einem Infoabend für Dein Business? Noch eine Idee: Suche dir einen Sparrings-Partner und macht den ersten Auftritt gemeinsam!

Oder besuche doch mal ein Barcamp. Hierbei handelt es sich um eine Konferenz, bei der das Programm erst am Konferenztag festgelegt wird. Barcamps gibt es in nahezu jeder Region. Hier kannst du nicht nur unterschiedliche Sprecher erleben, sondern dich auch mit einer eigenen Session zu deinem Thema einbringen.

Das Sprechen vor Gruppen wird so systematisch trainiert. Du wirst sehen, die Nervosität wird immer weniger werden. Mach dir immer bewusst: Übung macht den Meister – und jeder hat mal angefangen. Übrigens, ein wenig Lampenfieber vor einem Auftritt ist ganz hilfreich, denn das Adrenalin steigt – und dadurch wirst du auch zu Höchstleistungen fähig!

Dem Positiven mehr Energie geben

Wer sich in den schillerndsten Farben ausmalt, was alles Schlimmes passieren könnte, der wird buchstäblich auch Pleiten, Pech und Pannen erleben. Durch negative Gedanken ziehst du auch Negatives an. Der Blackout oder der Ausfall des Beamers ist dann nicht mehr weit.

Viel besser ist es, den Fokus auf den positiven Ausgang des Auftritts zu legen sowie auf die Gründe, die dafür sprechen, dass du am Ende allen Grund zum Feiern hast. Male dir aus, wie du vor der Gruppe sprichst, wie die Teilnehmer lachen und mitmachen.

Stell dir deinen persönlichen Film vor, wie du im Anschluss mit Applaus, Lob und positivem Feedback überschüttet wirst. So gehst du mit einem positiven Gefühl nach vorne – und du wirst sehen, nach deinem Auftritt kannst du sagen: „Das war ja richtig super und hat Spaß gemacht!“

Drei Tipps, wie du die Nervosität reduzieren kannst

1. Schon vor deinem Auftritt und natürlich auch während eines Vortrags kannst du die Nervosität ganz einfach weglächeln. Studien haben gezeigt: Durch das Lächeln, selbst wenn es gekünstelt ist, werden Endorphine freigesetzt und die Angst lässt sich erheblich reduzieren. Und natürlich schaut es auch viel freundlicher aus.
2. Bewegung! Durch Bewegung kannst du dich super „runterbringen“. Lauf doch noch mal um den Block, tanze im Nebenraum zu deiner Lieblingsmusik oder mache zehn „Hampelmänner“, und schon bist du in der richtigen Energie für die Bühne.
3. Powerpose: Die Arme in Siegerpose nach oben recken wie Rocky – das ist eine Pose, die gute Laune bringt und dich bereit macht für den großen Auftritt. Halte diese Pose (vielleicht vor der Tür zum Seminarraum) zwei Minuten lang. Dadurch reduziert sich im Körper der Stressfaktor und gleichzeitig steigt deine Auftrittspower.

Über die Autorin

Leonie Walter

Leonie Walter ist Trainerin und Autorin zum Thema „Auf die Bühne!“. Gemeinsam mit ihrem Mann gibt sie offene Seminare und bietet eine Speaker-Ausbildung in Frankfurt an. Mehr Infos unter https://leoniemarkus.de/

Titelbild: © „Momentesammler“ Patrick Reymann

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