Kinderbetreuung im Krankheitsfall

Was tun, wenn das Kind krank ist?

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Gerade für berufstätige Mütter ist es eine Herausforderung, wie man die Kinderbetreuung im Krankheitsfall löst.

Kindergarteneinstieg Kinderbetreuung; Bildquelle: istockphoto, Plus

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Was tun, wenn das Kind krank wird...

...und man einen wichtigen Termin im Job hat? Gerade beim Kindergarteneinstieg werden Kinder häufig krank, da sie zum ersten Mal mit zahlreichen Infekten in Kontakt kommen. Für berufstätige Mütter ist das eine besondere Herausforderung. Der Gesetzgeber sieht zwar die Möglichkeit von Pflegeurlaub vor, diesen kann man aber auch nicht endlos ausschöpfen. In Österreich steht Arbeitnehmern eine Woche Pflegeurlaub im Jahr zu - egal wieviele Kinder oder Pflegebedürftige im gleichen Haushalt leben. In Deutschland kann man sich bis zu 10 Tage pro Kind freistellen lassen, dies jedoch unbezahlt. Meist werden aber die ersten 5 Tage weiterbezahlt. Hier gilt es, den Arbeitsvertrag genau zu studieren.

Das alles gilt natürlich nur für Arbeiter und Angestellte. Selbständige müssen sich sowieso selber kümmern.

Grund genug, dieses Thema näher zu beleuchten. Wir stellen euch hier nun Initiativen und Servicestellen vor, die kurzfristig eine Kinderbetreuung im Krankheitsfall bereitstellen.

Initiative KiB (Österreich)

Die Initiative KiB bietet Unterstützung für Familien: das Netzwerk für Mütter und Väter organisiert im Krankeitsfall kurzfristig eine Kinderbetreuung, eine sog. Notfallmama, damit erkrankte Kinder in Ruhe daheim gesund werden können. Weitere Unterstützung wird durch KiB bei der Begleitung im Krankenhaus, der Pflege zu Hause und der Betreuung gesunder Geschwister sowie durch Mobile Kinderkrankenpflege geboten.

Dieses unterstützende, soziale Netz steht für jede Familie, unabhängig von Einkommen und Wohnort zur Verfügung. Für einen Mitgliedsbeitrag von EUR 14,50 pro Monat und Familie, unabhängig von der Anzahl der Kinder, erhält eine Mitgliedsfamilie Unterstützung im Krankheitsfall eines Kindes. 

KiB ist täglich 24 Stunden erreichbar, damit die Mutter/der Vater bei beruflicher Unabkömmlichkeit ein entsprechendes Betreuungsangebot erhält.

Nähere Informationen unter www.kib.or.at

Notmütterdienst (Deutschland)

Bereits seit 50 Jahren bietet der Notmütterdienst in vielen Städten Deutschlands Kinderbetreuung im Notfall an. Der Notmütterdienst ist Vertragspartner vieler Krankenkassen und Sozialträger, die die Kosten für die Kinderbetreuung übernehmen. Es macht also Sinn, sich bereits vorab zu informieren, wer im Ernstfall die Kosten übernimmt.

Man kann sich auch ein Angebot für private Finanzierung einholen. Zwei Drittel der Kosten können dann steuerlich geltend gemacht werden.

Notmütterdienst

FlexSIT (Österreich)

FlexSIT ist ein Netzwerk aus Babysittern, die miteinander arbeiten. So kann rasch und flexibel auf die Bedürfnisse der Familien reagiert werden. Alle Babysitter von FlexSIT arbeiten in 3er Teams, so dass in Notfällen auch ein anderer Babysitter einspringen kann. Man lernt die "Ersatzbabysitter" auch kennen, sodass dann keine völlig fremden Personen das Kind betreuen. Derzeit wird das Service nur in Wien angeboten. Nähere Infos zum Angebot von FlexSIT findest du auf der Website.

Notfallmamas (Deutschland)

Ganz unbürokratisch geht es bei den Notfallmamas zu - ohne Voranmeldung oder Registrierung kann man hier, wenn Not am Mann bzw. an Eltern ist, eine Kinderbetreuung buchen. In der Regel ist die Notfallmama innerhalb von drei Stunden zur Stelle und kann die Betreuung übernehmen. Das Service wird mittlerweile in Hamburg, Berlin/Potsdam, Frankfurt, München, Köln und Düsseldorf und Umgebung angeboten. Die Kosten für die Betreuung beläuft sich auf EUR 35/Stunde, Mindesteinsatzdauer sind 4 Stunden. Auf der Website der Notfallmamas findest du weitere Infos.

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